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Warum ich nachts zu Boden blicke!

Donnerstag, 01. August 2013

die kinder der menschheit fallend aus unseren fenstern gehen nicht aus dem kopf, als hätte ich selbst gestoßen, zugleich selbst kind bin. keines fällt hinab, um seinen körper vom beton zerfetzen zu lassen, schlimmer noch, fallen sie endlos hinauf in den schwarzen himmel. der sinn des fallens in die tiefe liegt im aufschlag, soll heißen, gerade nicht im fallen, sondern in seinem ende. der sturz nach oben ist die real gewordene sinnlosigkeit, schon angedeutet im bloßen wahrnehmen des nicht zu fassenden sternenhimmels der dunkelsten sommernacht. und doch, ein blick in die vergangenheit, lang verglühte sterne zeigen sich immer noch, mehr noch, erst viel später. die hand gottes, die dich greift, umgeben von deinen nichtigkeiten, dich hinausschleudert ohne möglichkeit eines halts, eines haltens, bis dieser ort hier von einem augenblick zum nächsten vom punkt eines lichts zum nichts wird, wirft dich gnadenlos in die vergangenheit und zukunft zugleich. deine dich ausspuckende welt zerfällt mit einem schlage, erstarrt im rückblick so rasch wie das licht befördert. erstarrt in der dunkelheit des todes. vergangene unendlichkeiten stehen still im hineinfallen in sie selbst. die zeit ist verloren, das kommende bleibt das gewesene, und dieses löst die zukunft auf. beides rast in sich zusammen, das fallen der menschheit ist ein fallen ohne zeit und ende. das verwesende wirst du gewesen sein. doch nur für andere.